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Die Geschichte von Thaïs Freymond liest sich wie ein Märchen: In der letzten Saison wagte sie den Wechsel von der Aussenposition zu derjenigen als Libera. Mit ihren überzeugenden Leistungen beim VBC Cheseaux hat sie sich nun ihr erstmaliges Aufgebot für das Elite-Nationalteam verdient und wird die Schweiz an der European League vertreten. Auch bei den anderen Teams hinterliess Thaïs gelungene Transformation Eindruck: In der kommenden NLA-Saison wird sie sie im Dress von Serienmeister Viteos NUC spielen.
Ganz klar meine Rolle innerhalb des Teams sowie meine Sicht auf das Spiel. Als Angreiferin hatte ich völlig andere Bezugspunkte und eine andere Herangehensweise an die Spielsituationen. Als Libera befinde ich mich eher auf der linken Hälfte des Spielfelds, näher am Netz, mit völlig anderen Verantwortlichkeiten und Blickwinkeln. Wenn man jahrelang daran gewöhnt ist, das Spiel auf eine bestimmte Art und Weise zu sehen und zu analysieren, braucht es Zeit, sich anzupassen und seine Automatismen zu ändern. Die Anfänge erforderten viele Anpassungen, aber dadurch konnte ich auch ein neues Verständnis für das Spiel entwickeln, was ich heute sehr schätze.
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Mein Ziel war es immer, ins Nationalteam zu kommen, da ich dies als die oberste Stufe sehe, die ich erreichen kann. Mir war jedoch bewusst, dass es mit meiner Körpergrösse (Anm.: 173 cm) schwieriger sein würde, dies als Angreiferin zu schaffen. Das war nicht der einzige Grund, sondern auch das Gefühl, dass die Rolle der Libera besser zu mir passt. Ich hatte das Gefühl, meine Qualitäten und meine Persönlichkeit auf dieser Position auf dem Spielfeld voll zur Geltung bringen zu können. Ob in Bezug auf meinen Charakter, meine Energie oder meine Fähigkeiten – ich habe mich schnell in dieser Position wiedergefunden. Deshalb habe ich diese Entscheidung getroffen, und heute bin ich froh, dass sie es mir ermöglicht hat, mich weiterzuentwickeln und dieses Ziel zu erreichen.
«Mein Ziel war es immer, ins Nationalteam zu kommen, da ich dies als die oberste Stufe sehe, die ich erreichen kann.»
Ehrlich gesagt war die Eingewöhnung für mich nicht allzu kompliziert. Das Spielsystem war mir bereits vertraut, da ich es zwei Saisons lang in Cheseaux trainieren konnte, als Laura Girolami dort Trainerin war. Dadurch hatte ich schon einige Anhaltspunkte und fühlte mich auf dem Feld schnell wohl. Ich kannte auch die meisten Spielerinnen bereits, was meine Integration ins Team sehr erleichtert hat. Natürlich sind die Intensität und die Anforderungen im Nationalteam hoch, aber dank dieses vertrauten Umfelds konnte ich mich recht schnell anpassen und mich auf mein Spiel konzentrieren.
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Der Wechsel zu Viteos NUC ist eine unglaubliche Chance, einen neuen Meilenstein in meiner Karriere zu erreichen. Ich freue mich darauf, in einem sehr kompetitiven Umfeld zu spielen, mich noch höheren Anforderungen zu stellen und weiterhin von erfahrenen Spielerinnen und einem erfahrenen Staff zu lernen. Meine derzeitige Erfahrung mit der Nati bereitet mich gut auf diesen Wechsel vor, da ich mich bereits an ein hohes Arbeitstempo und hohe Leistungserwartungen gewöhne.
Swiss Volley, 02.06.2026