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2022 wechselte die damals 17-jährige Zuspielerin von Volleya Obwalden zu Volley Lugano in die NLA. Nach einer Saison bei den Luganesi und Schlussrang drei in der Tabelle folgte für Nadja dann der Wechsel zu Raiffeisen Volley Glaronia, wo sie viel Verantwortung übernehmen konnte und während zwei Saisons ihren Rucksack mit Erfahrung füllen konnte. Auf diese Saison hin dann der Rückwechsel ins Tessin: «Ich kannte den Trainer und die Leute hier ja schon und wusste über die Philosophie und Mentalität Bescheid. Mir hat das alles auch schon vor drei Jahren gefallen, und nun da ich etwas älter bin, sah ich das Angebot von Lugano als den besten Ort für meine Weiterentwicklung.»
Als Zuspielerin trägt Nadja viel Verantwortung, was auch mit Druck verbunden ist. Und wo andere scheitern, blüht sie auf: «Man muss innerhalb einer Millisekunde Entscheidungen treffen. Genau diese Verantwortung macht die Zuspielposition auch aus», so die heute 20-Jährige. Im Vergleich zu vor drei Jahren und ihrer früheren Zeit bei Volley Lugano bringt Nadja gemäss ihrer Aussage nun auch mehr Sicherheit und Reife mit aufs Feld: «Ich denke, der Trainer und das Team können immer auf mich zählen, wenn es mich braucht.»
«Man muss innerhalb einer Millisekunde Entscheidungen treffen. Genau diese Verantwortung macht die Zuspielposition auch aus»
Leistungssport ist streng: unzählige Trainings und Matches und dazu die mentalen Herausforderungen. Hinzu kommt im Falle von Nadja ihr Studium. Dennoch schafft sie es irgendwie, durch den Sport auch Kraft zu tanken: «Lustigerweise sind für mich die Trainings irgendwie eine Art ‘Regeneration’. Für mich ist Volleyball der Ort, wo ich abschalten kann und einfach nur das machen darf, was ich so liebe.» Um neue Energie zu tanken, hilft Nadja auch, Zeit mit ihrer Familie und Freunden zu verbringen. Etwas schwingt aber ganz klar oben auf: «Meine Lieblingsaktivität ist jedoch immer noch schlafen», meint sie lachend.
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Highlights hat Nadja in ihrer noch jungen Karriere schon einige erlebt: da wären der dritte Rang mit Volley Lugano in der Meisterschaft, der zweite Platz im Mobiliar Volley Cup Final oder als sie Teil des Schweizer Juniorinnen Nationalteams war. Ihr eigentliches Highlight ist aber ein ganz anders: «Für mich ist jede Saison ein grosses und einzigartiges Highlight an sich. Ich geniesse jeden Moment auf und neben dem Feld», sagt Nadja. Besonders speziell sind diese Momente, weil sie diese mit ihren Mitspielerinnen teilen kann. Da merkt man, was für eine Teamplayerin Nadja ist.
Gefragt, wie ihre Zukunft aussehen soll, hat Nadja diverse Pläne und Vorstellungen: Einerseits möchte sie ihr Bachelor- und anschliessend Masterstudium abschliessen. Andererseits will sie ihren Volleyball-Traum weiterverfolgen, jedes Jahr besser werden und ihr volles Potential ausschöpfen. Ihr ganz grosser Wunsch ist es, einmal für das Schweizer Nationalteam auflaufen zu dürfen und sich mit den besten der Welt messen zu können.
Swiss Volley, 27.02.2026