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Wir haben Maia Dvoracek, Diagonalangreiferin bei den Neuenburgerinnen, und Luana Petris, Zuspielerin bei den Aarauerinnen, gefragt, wie sie auf das grosse Spiel blicken, mit den unterschiedlichen Erwartungen umgehen und wie sie sich ganz persönlich auf den Mobiliar Volley Cup Final vorbereiten.
Im letztjährigen Mobiliar Volley Cup Final war es Maia, die den alles entscheidenden Matchball im dritten Satz im gegnerischen Feld versenkte. Als 27-jährige Diagonalangreiferin ist sie eine zentrale Figur im Angriff und trägt viel Verantwortung für ihr Team. Nun blickt Maia auf den bevorstehenden Final voraus:
Diese Rolle ist zweifellos ein Privileg und das ist uns bewusst. Natürlich bringt sie auch Druck mit sich. Bei NUC sind wir stolz darauf, uns auf jedes Spiel mit derselben Entschlossenheit und Konzentration vorzubereiten, unabhängig von den Prognosen von aussen und ich glaube, das ist ein wichtiger Grund für unseren Erfolg. Wir wissen, dass es Erwartungen gibt, wie dieses Spiel verlaufen sollte, aber es ist wichtig, dass wir uns davon weder in unserer Einstellung noch in unserer Vorbereitung beeinflussen lassen. Wir erwarten, dass Aarau mit viel Energie und Entschlossenheit auftritt, um uns das Leben schwer zu machen. Daher ist es unser Ziel, das disziplinierte, hochklassige Volleyball zu zeigen, zu dem wir fähig sind.
Im Sport kann an jedem Tag alles passieren, daher ist ein Spiel wie ein Cupfinal, bei dem sich alles in einem einzigen Spiel entscheidet, immer eine Herausforderung. Wir haben grossen Respekt vor Aarau; sie stehen nicht ohne Grund im Finale. Gleichzeitig haben wir in der Halle einen Standard, den wir aufrechterhalten wollen, egal wer auf der anderen Seite des Netzes steht. Wir wissen, auf welchem Niveau wir Volleyball spielen können, wenn wir in Bestform sind und versuchen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden als am Tag zuvor. Das bedeutet: viele Videos anschauen, hart im Kraftraum trainieren und uns täglich in der Halle pushen.
«Im Sport kann an jedem Tag alles passieren, daher ist ein Spiel wie ein Cupfinale, bei dem sich alles in einem einzigen Spiel entscheidet, immer eine Herausforderung. »
Manchmal kann es eine Herausforderung sein, aber es ist eine Rolle, die ich wirklich liebe und auf die ich sehr stolz bin. Ich glaube, ich kann mit dem Druck gut umgehen, weil ich das volle Vertrauen meiner Teamkolleginnen und Coaches habe. Natürlich möchte ich jemand sein, auf den sich meine Teamkolleginnen verlassen können, wenn es ums Punkten geht. Beim Volleyball geht es aber nie nur um eine einzelne Person – es braucht alle auf dem Feld, um einen Spielzug zu verwirklichen. Es gibt Momente, in denen ich keine Punkte erzielen kann und ich weiss, dass meine Teamkolleginnen mehr als fähig sind, einzuspringen. Volleyball ist ein Spiel voller Fehler, daher ist es für mich entscheidend, schnell zu vergessen und das Selbstvertrauen zu haben, weiterzumachen.
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Anders als Maia Dovracek schlägt Luana Petris im bevorstehenden Mobiliar Volley Cup Final erstmals vor so einer grossen Bühne auf – und das gleich gegen ein Team der Extraklasse wie Viteos NUC. Die 21-Jährige übernimmt als Zuspielerin eine Schlüsselrolle und trägt damit viel Verantwortung für ihr Team. Luana erzählt, wie sie diese besonderen Herausforderungen angeht:
Dass wir in der Underdog-Rolle sind, war uns von Anfang an klar. Diese Situation kennen wir bereits aus dem Viertel- und Halbfinale und haben dort gelernt, gut damit umzugehen. Für uns bedeutet das, dass wir ohne Druck unser Spiel durchziehen und mit viel Freude und Begeisterung auftreten wollen.
Für viele von uns wird es das erste Mal sein, vor einem so zahlreichen Publikum und auf einer solch grossen Bühne zu spielen. Das wird sicherlich etwas ganz Besonderes sein und zu Beginn vielleicht noch ungewohnt wirken. Auf jeden Fall wird dieser Tag aber eine grossartige Erfahrung für uns alle sein.
«Für viele von uns wird es das erste Mal sein, vor einem so zahlreichen Publikum und auf einer solch grossen Bühne zu spielen. Das wird sicherlich etwas ganz Besonderes sein und zu Beginn vielleicht noch ungewohnt wirken.»
Mit Druck umzugehen ist Teil meines Aufgabenbereichs. Daran bin ich bis zu einem gewissen Grad gewohnt. Grundsätzlich ist das Vertrauen in meine Mitspielerinnen für mich sehr wichtig, da es mir hilft, frei aufzuspielen. Auch das Wissen, dass ich mich jederzeit an die Coaches wenden kann, gibt mir grosse Sicherheit und erweist sich in manchen Situationen als besonders hilfreich.
Zur Vorbereitung auf das Spiel schauen wir uns im Team gezielt Videoanalysen und Statistiken an. Ich persönlich werde meine Vorbereitung nicht wesentlich verändern. Ich halte an meiner üblichen Routine fest, die ich vor jedem Spiel anwende.
Swiss Volley, 24.03.2026