Foto: Nicolas Moor

Meret Aarden: Mit 18 Jahren im doppelten Nationaltrikot

Sie ist ein Ausnahmetalent des Schweizer Volleyballs: Mit gerade einmal 18 Jahren schafft Meret Aarden den seltenen Spagat und spielt nicht nur im U20-Nationalteam, sondern seit Neustem auch im Elite-Nationalteam.

Dass eine Spielerin gleichzeitig für die Juniorinnen-Auswahl und das Elite-Kader aufgeboten wird, hat absoluten Seltenheitswert. Meret Aarden hat genau das im Alter von 18 Jahren geschafft. Für das junge Ausnahmetalent ging mit dieser Doppel-Selektion ein grosser Traum in Erfüllung, der sich für die Aussenangreiferin zu Beginn fast ein wenig unglaublich anfühlte: «Es war am Anfang doch etwas surreal mit den Spielerinnen, die lange meine Vorbilder waren und noch immer sind, auf dem Feld zu stehen und im gleichen Team zu sein», gesteht Meret. Dass sie diesen grossen Schritt geschafft hat, bedeutet ihr viel: «Ich bin unglaublich dankbar und glücklich, dass ich die Selektion geschafft habe. Meine Mitspielerinnen sind alle wunderbar und haben mich mit offenen Armen aufgenommen.»

«Es war am Anfang doch etwas surreal mit den Spielerinnen, die lange meine Vorbilder waren und noch immer sind, auf dem Feld zu stehen und im gleichen Team zu sein.»

Meret Aarden

Meret Aarden mit Teamkollegin Charlotte Schneider (Foto: Nicolas Moor)

Der Rollenwechsel zwischen Verantwortung und Lerneffekt

Dass die 18-jährige Baslerin mit der Doppelrolle umgehen kann, hat sie bereits in der vergangenen Klub-Saison bewiesen, in der sie bei den Eaglets Aarau (NLB) und Sm’Aesch (NLA) im Einsatz stand. Dabei verändern sich ihre Aufgaben je nach Team komplett: «In Aarau hatte ich eine Leaderrolle und musste viel Verantwortung übernehmen, was auch in der U20 der Fall sein wird. Hingegen wurde von mir in Aesch als «unerfahrene Youngster» nicht zu viel erwartet.» In erster Linie sollte sie von den erfahrenen Spielerinnen profitieren, was sie nun auch im Elite-Nationalteam tun will. Dass sie am Ende auch bei den «Grossen» wichtige Impulse setzen kann, traut man ihr absolut zu: «Am Ende konnte ich in Aesch auch einen wichtigen Beitrag liefern, was ich hoffentlich auch in der Elite machen werde», sagt Meret zuversichtlich.

«Schlussendlich bin ich im Herzen doch Schweizerin; ich wurde hier geboren und bin hier aufgewachsen.»

Meret Aarden zu ihrer Entscheidung, für die Schweiz zu spielen

Foto: FotoPik

Eine Entscheidung fürs Herz

Als Schweizer-Niederländische Doppelbürgerin stand Meret vor einer luxuriösen, aber schwierigen Wahl, schliesslich spielt Holland in der Volleyball Nations League und kann an der Olympiade teilnehmen. Der Entscheid für das Schweizer Nationalteam war dennoch eine Herzensangelegenheit: «Schlussendlich bin ich im Herzen doch Schweizerin; ich wurde hier geboren und bin hier aufgewachsen.»

Ein weiterer, entscheidender Faktor für sie war Headcoach Lauren Bertolacci: «Auch die Möglichkeit, bei Lauren zu trainieren und von ihr gecoacht zu werden, konnte ich nicht ablehnen.» Meret blickt voller Vorfreude auf die kommenden Aufgaben: „Ich sehe viel Potenzial in der Zukunft der Nati und freue mich enorm mein Land repräsentieren zu dürfen.»

Foto: Nicolas Moor

Swiss Volley, 03.06.2026

Volleyball Nationalteam FrauenVolleyball Nationalteam Juniorinnen