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Lia Capraro: Der Traum vom Ausland lebt

#NLAInside | Lia Capraro spielt ihre erste Saison im Dress von Raiffeisen Volley Toggenburg. Wir haben mit ihr über ihren Beruf, ihre Freizeit und ihre Träume sprechen dürfen. 

2022 wurde Lia Capraro von Sm’Aesch ins NLA-Team geholt, wo ihre NLA-Karriere startete. Gerade einmal 20-Jährig war sie da. Nach zwei Saisons bei den Baslerinnen folgte eine Saison beim VC Kanti Schaffhausen, ehe Lia auf diese Saison hin zu Raiffeisen Volley Toggenburg wechselte. Der Wechsel nach Wattwil hatte primär einen Grund: «Ich habe bei Sm’Aesch und Kanti zwar sehr viel lernen können, aber irgendwann war ich an dem Punkt angelangt, wo das Training allein mich nicht mehr viel besser machte und ich mehr Spielzeit brauchte», erklärt Lia. In ihrem neuen Team und der neuen Umgebung habe sie sich sehr schnell eingelebt. Lia wohnt gemeinsam mit zwei Mitspielerinnen, mit denen sie auch viel Freizeit verbringt. 

Von der Ergänzungs- zur Führungsspielerin

Mit Toggenburg hat Lia den Wechsel zu einem Team vollzogen, welches jungen Schweizer Spielerinnen viel Vertrauen schenkt. Ein wichtiges Ziel von Lia ist demnach auch, sich als Spielerin weiterzuentwickeln: «Ich möchte eine wichtige Rolle im Team einnehmen und nicht nur im Training, sondern auch im Match zeigen, was ich kann.» Profitieren will sie hierbei von den Erfahrungen, die sie in den letzten drei Saisons sammeln konnte: «Die Zeit bei Sm’Aesch und Kanti war zwar nicht immer einfach, hat mich aber vor allem mental und emotional stark gemacht», schaut Lia zurück. Als weitere Stärke sieht sie die Fähigkeit, auch schwierige Bälle zu verwerten. Luft nach oben habe sie vor allem noch in Sachen Konstanz. 

«Ich möchte eine wichtige Rolle im Team einnehmen und nicht nur im Training, sondern auch im Match zeigen, was ich kann.»

Lia Capraro

Träumen ja, aber die Realität nicht aus den Augen verlieren

In einem früheren Interview hatte die Aussenangreiferin einmal erwähnt, dass sie davon träumt, einmal für das Schweizer Nationalteam sowie in der 1. Bundesliga Volleyball zu spielen. Daran geändert hat sich in der Zwischenzeit nicht viel: «Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich gerne für die Nati auflaufen. Ich sehe das Ganze aber etwas realistischer als früher, denn es gibt sehr viele gute junge Schweizer Spielerinnen, die dies auch wollen», meint Lia zum Thema Nationalteam. Der Traum vom Ausland geistert auch noch in ihrem Hinterkopf herum: «Dies ist immer noch ein Ziel von mir, auch wenn mein Studium etwas hinderlich hierfür ist. Wenn sich aber eine gute Chance ergibt, würde ich nicht nein sagen.» 

Langeweile Fehlanzeige

Nebst den vielen Stunden in der Volleyballhalle studiert die 23-jährige Psychologie und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich. Daneben arbeitet sie auch gelegentlich als Model. Da bleibt nicht viel Zeit für Hobbys. Findet sie dennoch einmal einen Moment, um durchzuatmen, so trifft sie sich gerne mit Freundinnen und Freunden. Auch lesen und malen tut sie gerne. Um sich während der Off-Season fit zu halten, geht Lia ausserdem gerne joggen, wandern oder macht Pilates. Ganz klar, bei Lia muss immer etwas gehen. Wir sind gespannt, wohin ihr Volleyballweg sie noch führen wird!

Entweder-oder-Fragen   

Swiss Volley, 16.01.2026

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