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Mitte Mai findet in Vichy (FRA) der «European International Referee Candidates Course» statt. Besonders erfreulich aus Schweizer Sicht: Mit Sandra Auricht wurde auch eine Schweizer Schiedsrichterin zum Kurs zugelassen! Swiss Volley hat Sandra sechs Fragen in diesem Zusammenhang gestellt:
Sandra, seit wann bist du Schiedsrichterin?
Sandra Auricht: Ich bin seit dem Jahr 2006 als Schiedsrichterin aktiv. Begonnen habe ich damals mit einer Junioren-Schiedsrichterlizenz und konnte mich seither kontinuierlich weiterentwickeln sowie wertvolle Erfahrungen auf verschiedenen Ebenen sammeln.
Wann hast du gemerkt, dass du nicht nur in der Schweiz, sondern europaweit als Schiedsrichterin tätig sein möchtest?
Das war kein einzelner Moment, sondern eher ein fortlaufender Prozess. Wie viele im Sport habe auch ich mir immer wieder Ziele gesetzt. Sobald ich eines erreicht hatte, entstand der Wunsch nach einer neuen Herausforderung. So entwickelte sich nach und nach der Anspruch, mich auch auf internationaler Ebene zu beweisen.
Welche Kriterien muss man erfüllen, um für den «European International Referee Candidates Course» zugelassen zu werden?
Für die Zulassung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Primär schreibt der CEV vor, in den letzten fünf Jahren mindestens in dreien als nationaler Schiedsrichter tätig gewesen zu sein und zwischen 25-45 Jahre alt zu sein. Natürlich muss man mit den Volleyballregeln, den Guidelines und vielen anderen Reglementen ebenfalls vertraut sein. Der Gesundheitscheck sollte auch bestanden werden.
Was erwartet dich am Kurs resp. wie ist dieser aufgebaut?
Was mich konkret erwartet, kann ich noch nicht im Detail sagen. Aus Gesprächen mit bereits international tätigen Schiedsrichtern weiss ich jedoch, dass sowohl theoretisches Wissen intensiv geschult und geprüft wird als auch praktische Einheiten einen wichtigen Bestandteil bilden. Ein weiterer Fokus liegt auf modernen Hilfsmitteln wie dem Challenge-System. Ich bin sehr gespannt auf die Inhalte und freue mich darauf, viel Neues zu lernen.
Bist du nervös und mit welchen Erwartungen reist du nach Vichy?
Ja, ich bin definitiv nervös. Es ist für mich eine grosse Ehre, die Schweiz auf europäischer Ebene vertreten zu dürfen. Gleichzeitig spüre ich auch eine gewisse Verantwortung – gegenüber meinem Umfeld, das mich auf diesem Weg stark unterstützt. Mein Mann, selbst Schiedsrichter, steht voll hinter mir, ebenso mein Arbeitgeber, der mir den nötigen Freiraum gibt. Auch meine Kinder und mein gesamtes Umfeld fiebern mit. Diese Unterstützung bedeutet mir sehr viel, gleichzeitig möchte ich sie natürlich nicht enttäuschen. Meine Erwartung ist es, mein Bestes zu geben und diese Chance optimal zu nutzen.
Hast du einen Traum, welches Spiel du in Zukunft einmal leiten möchtest?
Natürlich wäre es ein grosser Traum, Teil eines bedeutenden internationalen Turniers zu sein. Ganz persönlich würde es mich besonders freuen, einmal ein Champions-League-Spiel in Berlin leiten zu dürfen – nicht zuletzt, weil dort viele vertraute Gesichter aus meiner Familie auf der Tribüne wären.
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Swiss Volley, 11.05.2026