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Am letzten Samstag endete die Qualifikationsphase in der NLA der Frauen. Viteos NUC behauptete sich erneut als «Königin der Liga» und sicherte sich früh die Tabellenführung. Die Plätze hinter der Spitze blieben aber lange offen, und die Teams lieferten sich über die ganze Saison spannende Duelle. Nun dürfen wir gespannt sein, wie sich die Playoffs entwickeln und welche Teams sich durchsetzen werden.
Playoff-Viertelfinals starten diesen Samstag: Viteos NUC spielt gegen Infomaniak Genève Volley, der VC Kanti Schaffhausen gegen BIWI VFM, Sm’ Aesch gegen den VBC Cheseaux und Volley Düdingen gegen Volley Lugano. Wer setzt sich in der «Best-of-3»-Serie durch? Volleyball-Expertin Thays Deprati blickt zurück auf die Qualifikationsphase und gibt einen Ausblick auf die Playoffs.
Wie in den letzten Jahren gehört das aggressive offensive Spiel zu den grossen Stärken von NUC. Einerseits werden die Pässe der Zuspielerin Natalie Hayward nicht nur mit hohem Tempo gespielt, sondern auch sehr gut und variantenreich verteilt. Dadurch befinden sich die Angreiferinnen von NUC häufig in vorteilhaften 1-gegen-1-Situationen, und das Team kann sowohl am Netz als auch mit Rückraumangriffen effizient punkten.
Andererseits sind die starken, schnellen und unberechenbaren Aufschläge von NUC (wie schon in den vergangenen Jahren) eine der wichtigsten Waffen des Teams und ein Albtraum für jede gegnerische Mannschaft. Das gegnerische Team wird konstant unter Druck gesetzt, indem seine Side-Out-Möglichkeiten eingeschränkt und es durch Serviceserien in die Defensive gedrängt wird.
Persönlich bin ich begeistert von der Aussenangreiferin von Sm’Aesch, Jill Gillen. Ich konnte sie in einem Spiel live beobachten, und trotz ihrer eher kleinen Körpergrösse war sie im Angriff sehr stark. Besonders ihr Skillset und ihre selbstbewusste Ausstrahlung haben mich fasziniert. Sie erkennt die Anforderungen der jeweiligen Situation (Zuspiel, gegnerischer Block, Anlaufmöglichkeiten etc.) sehr schnell und trifft im Angriff äusserst intelligente Entscheidungen. Eine grosse Überraschung ist die aktuelle Top-Scorerin der Liga, Morgan Geddes vom VBC Cheseaux. Sie ist eine sehr grosse und beeindruckende Angreiferin, die im Angriff sowohl viel Power als auch Spielintelligenz und Höhe zeigt. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie für die kommende Saison das Interesse anderer Schweizer oder europäischer Top-Clubs geweckt hätte.
Ich bin nach wie vor überzeugt, dass Cheseaux mit Skye Ekes eine angriffsstarke junge Spielerin gewonnen hat, welche bisher in Kombination mit der Überraschung «Morgan Geddes» für ein stark offensives Spiel gesorgt hat. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass man im Volleyball nur erfolgreich sein kann, wenn das Kollektiv zum richtigen Zeitpunkt zusammen funktioniert und dass die unterschiedlichen Faktoren stark voneinander abhängig sind. Es wird spannend zu sehen sein, ob das Team in den Playoffs sein volles Potenzial ausschöpfen kann und ob es im Viertelfinal für eine Überraschung reicht. Denn letztlich zählt die Rangierung am Ende der Saison.
Das Team beendete die Vorrunde in dieser Saison mit 25 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang. Gegen das fünftplatzierte Lugano konnte Cheseaux jedoch zweimal mit 3:2 gewinnen. Von insgesamt 18 Spielen ging Cheseaux fünfmal ins Tie-Break und konnte alle diese engen Partien für sich entscheiden. Dies unterstreicht, dass die Mannschaft gerade in umkämpften Spielen über Qualitäten verfügt.
Die Viertelfinalbegegnung dieser beiden Equipen verspricht eine spannende Serie zu werden. Lugano erlebte im Laufe der Saison verschiedene Hochs und Tiefs. Die sieben Tie-Break-Spiele (sowohl gegen besser als auch gegen schlechter platzierte Teams) zeigen, dass die Leistungen in diesem Jahr bislang eher inkonstanter waren als in der Vergangenheit.
Wenn das Düdingen-Quartett um S. Wieland, J. Vondran, S. Hill und B. Da Silva bis zum Ende der Saison fit bleibt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Mannschaft von Leo sogar um eine Medaille spielen könnte. Als ehemalige Power Cat und nun aktive Zuschauerin würde ich zudem auf Volley Düdingen tippen, da das Team in den Playoffs erfahrungsgemäss in jedem Spiel die Mentalität ausstrahlt, «bis zum Schluss und egal unter welchen Bedingungen zu kämpfen».
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Swiss Volley, 19.02.2026