Week of the Referee

Würdigung von Höchstleistungen im Hintergrund – Mit der «Week of the Referee» sprechen wir vom 13. bis zum 21. November unseren Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ein grosses Dankeschön für ihre wertvolle Arbeit aus. Gemeinsam mit Swiss Olympic wollen wir damit ein Zeichen für Respekt gegenüber Unparteiischen setzen.

Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter vollbringen ihre Höchstleistungen im Hintergrund. Sie setzen Grenzen und schützen die Spielerinnen und Spieler. Sie haben den Überblick und entscheiden in Sekundenschnelle. Schiedsrichter sind unparteiisch und meist beinahe unsichtbar.  Mit der «Week of the Referee» stellen wir unsere Unparteiischen deshalb eine Woche lang in den Vordergrund und zeigen euch, was Referees für den Sport leisten und wie man durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsrichter wichtige Erfahrungen fürs Leben sammeln kann.

Fairplay ist mehr als Regeleinhaltung

Das Wort Fairplay bezeichnet ein sportliches Verhalten, das über das blosse Befolgen von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine mentale Haltung, die Förderung von Achtung und Respekt vor (sportlichen) Gegner*innen sowie die Wahrung deren physischen und psychischen Unversehrtheit. Fairplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern in allen Formen des täglichen Zusammenlebens. Schiedsrichter*innen verkörpern Fairplay: sie geben dem Sport einen Rahmen und machen Wettkämpfe fairer. Sie fördern aber auch den gegenseitigen Respekt unter den Spieler*innen und den Zuschauer*innen. 

Dank an Referees

Zum gegenseitigen Respekt gehört für die Organisatoren der «Week of the Referee», dass man Leistungen wertschätzt und sich bedankt. Während der Aktionswoche steht dieses DANKE deshalb im Zentrum. Verbände, Zuschauer*innen und Spieler*innen bedanken sich bei den Unparteiischen: für ihr Engagement, für ihre Flexibilität während der Pandemie und dafür, dass sie sich immer wieder für Fairplay stark machen.

Die vier Grundsätze 

RESPECT REFEREE heisst, …
1)   … dass auch die Schiedsrichter*innen Fehler machen dürfen. Sie sind nur Menschen und müssen innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheiden.
2)   … dass wir bei umstrittenen Situationen ruhig bleiben und uns aufs Spiel konzentrieren. Ändern können wir sowieso nichts mehr.
3)   … dass wir Entscheide der Schiedsrichter*innen nicht kritisieren oder kommentieren. Nur unser Captain spricht während des Spiels mit ihnen.
4)   … dass sich alle Spieler*innen nach dem Schlusspfiff bei den Schiedsrichter*innen bedanken. Sie lieben den Sport genauso wie wir und machen ihre Arbeit oft ehrenamtlich.

So wirst du in der Schweiz Schiedsrichterin oder Schiedsrichter

Die Schiedsrichterkarriere beginnt mit einem regionalen Schiedsrichterkurs, der in Theorie und Praxis unterteilt ist. Anschliessend folgen Einsätze in den regionalen Ligen von Swiss Volley. Mit Spielen in der 1. Liga hat man die höchste Stufe als regionaler Schiedsrichter erreicht. Sind die Rückmeldungen von den Referee Delegates positiv und hat man Lust auf mehr bekommen, kann der Aufstieg ins Nationale Schiedsrichterkader in Angriff genommen werden. Dazu sind Sichtungstage sowie Prüfungen erforderlich. Anschliessend warten Einsätze in der NLB und NLA. Die Anforderungen sind hoch, die Spiele dafür interessant und herausfordernd. Zudem bereist man als nationaler Schiedsrichter und nationale Schiedsrichterin die ganze Schweiz.

Wer einige Jahre Erfahrung auf nationaler Ebene gesammelt hat und durch die Schiedsrichterkommission sehr gut beurteilt wird, hat die Möglichkeit ins internationale Schiedsrichtergeschäft einzusteigen. Dieser Schritt beginnt mit einem mehrtägigen Kurs irgendwo auf dieser Welt. Anschliessend leitet man internationale Begegnungen im Europacup oder bei Länderspielen und erklimmt dank Können und guten Bewertungen weiter Stufe um Stufe. Viele Jahre Erfahrung und sehr gute Leistungen können schliesslich Aufgebote für eine Europa- oder Weltmeisterschaft oder gar für Olympische Spiele ermöglichen.

Hast du Lust, Schiedsrichterin oder Schiedsrichter zu werden? Melde dich bei deinem Verein, der die nächsten Termine für Kurse in deiner Region kennt. Viel Spass!