Foto: Emmi Caffè Latte Beachtour

Heimturnier im doppelten Sinne für Linda Abbühl in Spiez

Die NLZ-Athletin ist in Frutigen aufgewachsen und darf am Futures Turnier in Spiez auf die Unterstützung vieler Freundinnen und Freude und der Familie zählen. 

Vom 11. bis 14. Juni 2026 wird die Spiezer Bucht wieder Schauplatz eines internationalen Beachvolleyballturniers. Bereits zum vierten Mal macht das Beach Pro Tour Futures Halt am Thunersee – erstmals mit vollem Fokus auf die Frauen. Auch dieses Jahr bietet sich für Volleyballfans erneut die Gelegenheit, erstklassiges Beachvolleyball hautnah mitzuerleben und das bei freiem Eintritt an allen Turniertagen.

NLZ-Athletin Linda Abbühl wird in Spiez gemeinsam mit Partnerin Muriel Bossart am Turnier teilnehmen. Swiss Volley hat der Nachwuchs-Spielerin fünf Fragen zum Heimturnier gestellt:

Wie gross ist die Vorfreude auf das Heimturnier in Spiez?

Die Vorfreude ist riesig! Spiez liegt nur wenige Minuten von Frutigen entfernt, wo ich aufgewachsen bin. Deshalb fühlt sich dieses Turnier für mich wie ein echtes Heimspiel an. Besonders schön ist, dass viele Freunde und Familienmitglieder die Möglichkeit haben, mich vor Ort zu unterstützen. Vor den Menschen spielen zu dürfen, die mich seit Jahren begleiten, macht dieses Turnier zu etwas ganz Besonderem!

Was hast du dir für das Turnier vorgenommen?

Ich will das Turnier locker, selbstbewusst und mit viel Freude angehen. Wenn wir als Team unser Spiel auf den Platz bringen und unser Level abrufen, kommen gute Leistungen von selbst. 

Du bist mit 15 Jahren von zu Hause aus ausgezogen – für den Sport. Wie lief dies genau ab?

⁠Mit 14 Jahren habe ich den Entscheid getroffen, meinen Fokus voll auf die Karte Beachvolleyball zu legen. Die beste Möglichkeit dafür war für mich der NNV Basel. Schnell war aber auch klar: Wenn ich diesen Weg gehe, muss ich nicht nur das Training, sondern auch meine Schule nach Basel verlegen und dafür von zu Hause ausziehen. Um trotzdem in der Nähe meiner Familie zu bleiben, bin ich nach Bern gezogen. Von dort aus bin ich dann täglich nach Basel ins Training und wieder zurück gependelt. Das war intensiv, aber für mich sicherlich der richtige Schritt.

Hattest du ein Vorbild als Kind und hast du heute noch ein Vorbild?

Als Kind war ganz klar meine Mama mein grösstes Vorbild. Ich wollte unbedingt Skirennfahrerin werden, so wie sie. Als ich dann aber meine Leidenschaft fürs Beachvolleyball entdeckt habe, waren es vor allem die erfolgreichen Schweizer Teams, zu denen ich aufgeschaut habe. Heute habe ich nicht mehr eine bestimmte Person als Vorbild. Stattdessen versuche ich, von vielen verschiedenen Spielerinnen zu lernen und mir Dinge abzuschauen, sei es auf oder neben dem Feld.

Was gefällt dir am Beachvolleyball?

⁠Mir gefällt am Beachvolleyball, dass jeder Ballwechsel anders ist. Wind, Sonne und Sand sorgen ständig für neue Situationen, auf die man reagieren muss. Da man nur zu zweit spielt, braucht es daher Vielseitigkeit und eine gute Harmonie, damit man als Team funktioniert. Auch der Lifestyle macht den Sport für mich besonders. Man reist viel, lernt neue Orte und Kulturen kennen und erlebt immer wieder etwas Neues.

Swiss Volley, 09.06.2026

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