Week of the Referee

Mehr Respekt und Fairness gegenüber Schiedsrichtern – dafür setzen sich die drei grössten Schweizer Hallensportverbände mit einer gemeinsamen «RESPECT»-Kampagne ein. In der Saison 2014/15 wurde das Thema lanciert. In dieser Saison 2016/17 geht es weiter mit der „Week of the Referee“. In dieser speziellen Woche wird den Schiedsrichtern und Schiedsrichterinnen ein grosses Dankeschön für ihre wertvolle Arbeit ausgesprochen und mit zusätzlichen Aktionen auf ihre Tätigkeit aufmerksam gemacht.

Als Basis für das Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter dienen vier Grundsätze (siehe Kasten).
Allzu oft und allzu schnell muss der Schiedsrichter für all das den Kopf hinhalten, was den Spielern misslingt, den Trainern nicht passt und den Zuschauern missfällt. Damit werden die Schiedsrichter zu Zielscheiben aller Emotionen, die im Sport entstehen, die an sich ja ihre Berechtigung haben und den Sport so einzigartig machen.
Das Regelwerk unseres Sportes dient dazu, dass faire Wettkämpfe ausgetragen werden können. Die Schiedsrichter sind während dem Spiel die Hüter der Regeln. Gerade weil sie nicht Partei sind und die persönliche Betroffenheit nicht so gross ist wie beim Spieler, Trainer oder Zuschauer, sind sie in der Lage, Entscheidungen in Bezug auf die Regeln unabhängig und unparteiisch zu treffen.
Für diese wichtige Arbeit wollen wir uns immer wieder bedanken. Der Handschlag mit dem Schiedsrichter nach dem Spiel sollte selbstverständlich sein.
Mit der „Week of the Referee“ vom 16. bis 22. Januar 2017 wollen wir in diesem Jahr allen Schiedsrichtern einen speziellen Dank aussprechen und ihre Arbeit würdigen, indem wir sie in den Mittelpunkt unserer Berichterstattung rücken.

Die vier Grundsätze für Trainer und Athleten

RESPECT gegenüber dem Schiedsrichter heisst, …
1)   … dass auch der Schiedsrichter Fehler machen darf. Er ist nur ein Mensch und muss innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheiden.
2)   … dass wir bei umstrittenen Situationen ruhig bleiben und uns aufs Spiel konzentrieren. Ändern können wir sowieso nichts mehr.
3)   … dass wir Entscheide des Schiedsrichters nicht kritisieren oder kommentieren. Nur unser Captain spricht während des Spiels mit ihm.
4)   … dass sich alle Spieler nach dem Schlusspfiff beim Schiedsrichter bedanken. Er liebt den Sport genauso wie wir und macht seine Arbeit oft ehrenamtlich.

Steckbriefe

In der „Week of the Referee˝ werden an dieser Stelle spannende Steckbriefe von aktiven Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern publiziert.

So wirst du in der Schweiz Schiedsrichter

Die Schiedsrichterkarriere beginnt mit einem regionalen Schiedsrichterkurs, der in Theorie und Praxis unterteilt ist. Anschliessend folgen Einsätze in den regionalen Ligen von Swiss Volley. Mit Spielen in der 1. Liga hat man die höchste Stufe als regionaler Schiedsrichter erreicht. Sind die Rückmeldungen von den Referee Delegates positiv und hat man Lust auf mehr bekommen, kann der Aufstieg ins Nationale Schiedsrichterkader in Angriff genommen werden. Dazu sind Sichtungstage sowie Prüfungen erforderlich. Anschliessend warten Einsätze in der NLB und NLA. Die Anforderungen sind hoch, die Spiele dafür interessant und herausfordernd. Zudem bereist man als nationaler Schiedsrichter die ganze Schweiz.

Wer einige Jahre Erfahrung auf nationaler Ebene gesammelt hat und durch die Schiedsrichterkommission sehr gut beurteilt wird, hat die Möglichkeit ins internationale Schiedsrichtergeschäft einzusteigen. Dieser Schritt beginnt mit einem mehrtägigen Kurs irgendwo auf dieser Welt. Anschliessend leitet man internationale Begegnungen im Europacup oder bei Länderspielen und erklimmt dank Können und guten Bewertungen weiter Stufe um Stufe. Viele Jahre Erfahrung und sehr gute Leistungen können schliesslich Aufgebote für eine Europa- oder Weltmeisterschaft oder gar für Olympische Spiele ermöglichen.

Hast du Lust, Schiedsrichter zu werden? Melde dich bei deinem Verein, der die nächsten Termine für Kurse in deiner Region kennt. Viel Spass!