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18.01.2016
Die Schweiz als Volleyball-Nation

Gleich sechs Teams vertreten die Schweiz diese Woche noch im Europacup der Volleyballer. Das sind so viele wie noch nie davor zu diesem Zeitpunkt der Saison. Der Fokus richtet sich zwar auf Volero Zürich und die Champions League, dennoch ist die Breite erstaunlich.

Auf nationaler Ebene fristet Hallenvolleyball ein Mauerblümchen-Dasein. Auf europäischer Ebene jedoch sorgen die Schweizer Vertreter zumindest in diesem Jahr für Aufsehen. Dies liegt nicht nur an Volero Zürich, dem Aushängeschild, das sich diese Saison nichts weniger als den Gewinn der Champions League zum Ziel gesetzt hat.

 

Volero hat die hohen Erwartungen bisher erfüllt. Im vierten von sechs Gruppenspielen sicherten sich die Schweizer Meisterinnen mit dem vierten Sieg die vorzeitige Qualifikation für die Achtelfinals. Gewinnen sie am Donnerstag auch das Heimspiel gegen die Französinnen aus Cannes, dann würden sie eine Runde vor Schluss bereits als Gruppensiegerinnen feststehen. Auch in diese Partie steigt Volero als haushoher Favorit.

 

Im Schatten von Volero haben sich in den letzten beiden Jahren auch die Männer aus Lugano unter den besten Teams Europas etabliert. Die Tessiner stehen diese Woche vor einer wegweisenden Partie. Gegen den belgischen Vertreter Asse-Lennik spielen sie im Direktduell um den 2. Gruppenrang. Bei einem Sieg stünde die erstmalige Qualifikation für die Runde der besten 12 Mannschaften quasi fest.

 

Hinter den beiden NLA-Dominatoren der letzten Jahre spielten sich auf den unteren Europacup-Stufen vier weitere Schweizer Frauenteams jeweils mindestens zwei Runden weiter. In den Viertelfinals des zweitklassigen CEV-Cups versucht Köniz, in die Challenge Round vorzustossen, wo zusätzlich vier in der CEV Champions League ausgeschiedene Teams in den Wettbewerb eingreifen. Mit dem Traditionsklub Galatasaray Istanbul, der in der türkischen Liga derzeit Platz 3 belegt, wartet allerdings ein happiger Gegner auf die Bernerinnen. Das Hinspiel bestreitet Köniz am Dienstag auswärts.

 

Im drittklassigen Challenge Cup qualifizierten sich im Dezember gleich drei Teams für die Achtelfinals - so viele, wie keine andere Nation. In den Hinspielen am Donnerstag trifft Aesch-Pfeffingen auswärts auf Hapoel Kfar Saba aus Israel. Franches-Montagnes gegen Trabzon aus der Türkei und Neuchâtel UC gegen die Belgierinnen aus Kieldrecht treten zuerst vor heimischem Publikum an. Die Rückspiele finden jeweils in einer Woche statt.

 

COPYRIGHT by Schweizerische Depeschenagentur AG (sda/ats), Bern

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Kategorie: Volleyball

 
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