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Spitzen-Quartett setzt sich ab

In der NLA der Männer hat sich nach der Wochenend-Doppelrunde in der Tabelle eine Zäsur ergeben. Lausanne, Näfels, Schönenwerd und Amriswil haben sich um sechs und mehr Punkte von der Konkurrenz abgesetzt.

In den Sonntag-Spielen konnte allerdings keines der drei im Einsatz gestandenen Spitzenteams restlos überzeugen. Zwar resultierten für alle zumindest resultatmässig klare Erfolge, die sie sich aber zum Teil hart erarbeiten mussten. Dies gilt auch für Titelverteidiger Amriswil, der zwar gegen Uni Bern letztlich 3:0 gewann, den ersten und dritten Durchgang aber jeweils erst in der Verlängerung zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Der Aufsteiger hatte zwar nie Satzball, machte dem hohen Favoriten aber das Leben bis zum buchstäblich letzten Ballwechsel schwer.

Etwas klarer fiel der Erfolg von Näfels in Luzern aus. Die Glarner hatten die Niederlage vom Vortag in Amriswil gut weggesteckt und auch die unerwartete 1:3-Niederlage in der Innerschweiz vor ziemlich genau einem Jahr noch in Erinnerung. Die Glarner zogen vor allem in den beiden ersten Durchgängen jeweils rasch klar davon und entschieden diese schliesslich problemlos zu ihren Gunsten. Im dritten Satz übertrieben sie es mit dem bereits zuvor praktizierten zwischenzeitlichen Nachlassen allerdings dann ein wenig. Sie liessen den Gegner in der Schlussphase nämlich noch einmal bis auf einen Punkt herankommen, gewannen aber schliesslich auch den dritten Satz mit 25:23.

Schönenwerd dagegen musste Jona sogar einen Satzgewinn zugestehen. Die Gäste begannen nämlich ohne grossen Respekt, lagen bald einmal mit ein paar Punkten vorne und gaben diese Führung nicht mehr preis. Die Reaktion der Solothurner folgte allerdings umgehend, und im Gegensatz zum letzten Playoff-Viertelfinal, als Jona auwärts eine dritte Partie hatte erzwingen können, liess das Heimteam diesmal nichts anbrennnen. Mit 25:16, 25:14 und 25:15 holte sich Schönenwerd nach der Auftakt-Niederlage in Lausanne damit bereits den fünften Sieg in Folge.

Zum ersten Saisonsieg kam Chênois in Einsiedeln. Die Schwyzer, die zuletzt dreimal in Folge mit 0:3 verloren hatten, fingen sich allerdings nach dem gleich mit 14:25 verlorenen Startsatz auf und hätten eigentlich sogar zumindest einen Punkt gewinnen müssen. Sie kamen nämlich im vierten Durchgang nach anfänglichem Rückstand noch zu zwei Satzbällen, die sie allerdings nicht verwerten konnten. Die Gäste machten es besser, verwerteten gleich den ersten Matchball zum 27:25 und verdoppelten so nach zuvor drei Tiebreak-Niederlagen ihren bisherigen Punktebestand.

Neuer Leader ist der Lausanne UC, der zwar am Sonntag spielfrei war, aber am Vortag von der Niederlage von Näfels in Amriswil profitiert hatte.

Kategorie: Volleyball