News-Detail

Österreichisches Märchen endete erst im Final

Das Märchen der österreichischen Beachvolleyballer Clemens Doppler/Alexander Horst an der Heim-WM in Wien endete erst im Final. Die Lokalmatadoren, die zuvor entfesselt aufgespielt hatten, verloren die Partie um Gold gegen die Brasilianer Evandro/André 21:23, 20:22.

Die wohl spielentscheidenden Szenen vor 10'000 Zuschauern im ausverkauften Stadion auf der Wiener Donauinsel folgten sich Ende des ersten Satzes. 20:16 führten Doppler/Horst, ehe Evandro mit einem Ass und zwei Servicewinnern die Wende herbei führte. Nachdem sie fünf Satzbälle abgewehrt hatten, verwerteten die Brasilianer gleich ihren ersten. Nach 59 Minuten beendete André schliesslich mit einem Block die Partie.

Vor einem Jahr hatten mit Alison und Bruno Schmidt zwei der älteren Beachvolleyball-Generation Brasiliens in Rio de Janeiro die Olympia-Goldmedaille gewonnen. Nun setzten sich in Wien von der dominierenden Nation zwei jüngere Spieler durch, die erst seit diesem Jahr ein Team bilden. Die als Nummer 4 gesetzten Evandro/André sicherten ihrem Land an der elften WM die siebte Goldmedaille.

Ein Final zwischen Evandro/André und den routinierten Doppler/Horst hatte im Vorfeld der WM nicht erwartet werden dürfen. Keines des beiden Teams gewann auf der World Tour je ein Turnier. Während der Durchbruch von Evandro/André höchstens eine Frage der Zeit war, spielten Doppler, seit 1998 auf der Tour, und Horst das Turnier ihres Lebens. Die EM-Dritten von 2014 sicherten Österreich das erste WM-Edelmetall im Beachvolleyball.

Die Bronzemedaille gewannen die Russen Wjatscheslaw Krassilnikow/Nikita Ljamin mit einem 21:17, 21:17 gegen die Niederländer Christiaan Varenhorst/Maarten van Garderen. Krassilnikow/Ljamin hatten zuvor den Halbfinal gegen Doppler/Horst verloren.

Kategorie: Beachvolleyball